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Medizinstudenten sollen bei Hausärzten lernen

Die Gesundheits-Staatssekretäre Mecklenburg-Vorpommerns haben zur Bekämpfung des Ärztemangels den Vorschlag gemacht, dass alle Medizinstudenten in Zukunft einen Teil Ihrer Ausbildung bei Hausärzten absolvieren sollen. Auch die Staatssekretäre der anderen Länder würden dies unterstützen, teilte der Schweriner Gesundheits-Staatssekretär Nikolaus Voss nach einer Konferenz der Amtschefs mit. In der nächsten Konferenz der Gesundheitsminister sollen die Vorschläge diskutiert werden.

Des Weiteren wurden noch weitere Änderungen besprochen. Wer sich z. B. dazu verpflichtet, nach der Facharzt-Ausbildung als Allgemeinmediziner in einem unterversorgten Gebiet zu arbeiten, solle größere Chancen auf einen Studienplatz bekommen. Stipendien für angehende Allgemeinmediziner zur Verbesserung des Images der Hausärzte werden vorgeschlagen.
Die Kultusministerkonferenz soll die Einrichtung von Lehrstühlen für Allgemeinmedizin an den Hochschulen unterstützen. Nicht nur eine Änderung bei der Medizinerausbildung ist geplant, sondern auch eine gemeinsame Maßnahme gegen den Ärztemangel auf dem Land. Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) kündigte nach einem Treffen mit Vertretern aus den Gesundheitsministerien der Länder an, dass dazu die kassenärztliche Bedarfsplanung überarbeitet werden muss. Es wurde der Wunsch geäußert, dass die Bedarfsplanung für die Verteilung von Arztsitzen nicht länger nur an Stadt und Kreisgrenzen zu orientieren.
Rösler signalisierte Bereitschaft für gesetzliche Änderungen, um etwa die Bezirke für eine bessere Feinverteilung von Medizinern verkleinern zu können. ''Das können wir sehr schnell auf den Weg bringen'', sagte er. Wie die Auswahl von Studieren verbessert und stärker auf den Beruf des Landarztes auszurichten sei, muss gemeinsam mit der Kultusministerkonferenz diskutiert werden. Eine Ebene allein könne die Probleme nicht lösen, deshalb führe er auch Gespräche mit den Ärzteorganisationen. Eine Patentlösung gebe es nicht.



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