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Insolvenz abgewendet - Uni Witten-Herdecke gerettet
In einer nächtlichen Krisensitzung hatten Vertreter der Hochschule, private Investoren sowie der nordrhein-westfälische Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) über einen Finanzierungsplan für Deutschlands älteste Privathochschule verhandelt.
Offenbar ist nun die Zukunft der Uni gesichert. Mehrere Investoren werden den Lehrbetrieb sicherstellen, meldet Die Welt. Darunter sind die Software AG Stiftung aus Darmstadt, die katholischen Diözesen Essen, Paderborn und Stuttgart, die Düsseldorfer Unternehmensberatung Droege International, eine Initiative ehemaliger Hochschul-Absolventen sowie Kuratorium und Stiftung der Privatuniversität. Zur Rettung sollen 16 Millionen Euro Kapitaleinlagen und eine Bürgschaft von 10 Millionen Euro zur Rettung der Uni beitragen.
Als die nordrhein-westfälische Landesregierung überraschend Fördermittel in Höhe von 4,5 Millionen Euro strich sowie für 2007 bereits gezahltes Geld zurückforderte, geriet die 1983 gegründete Hochschule kurz vor Weihnachten in erheblich finanzielle Schwierigkeiten. Auch mit der Unterstützung vom Land kann die Uni wieder rechnen. Ein Sprecher des Wissenschaftsministeriums sagte, dass 13,5 Millionen Euro für 2009 und 2010 zur Verfügung gestellt werden.
''Dass die Hochschule mit ihrem neuen Konzept die Chance zu einem tragfähigen Neuanfang bei Sicherung ihres besonderen Profils genutzt hat'', begrüßte Pinkwart und stellte weitere 2,25 Millionen Euro für die beiden Jahre in Aussicht.
Die Zahl der aktuell 1200 Studierenden will der neue Geschäftsführer, Michael Anders, verdoppeln und die Studiengebühren erhöhen. In der Verwaltung sollen in den kommenden fünf Jahren 30 von 400 Stellen abgebaut werden. Von 7 auf 20 Prozent soll der Anteil der Studiengebühren am Gesamtbudget erhöht werden. Anders sagt, den ursprünglich angekündigten Finanzbedarf von rund 20 Millionen Euro bis zum Jahr 2011 deutlich zu senken.
Rund 800.000 Euro Fördergeld haben Alumni, Freunde und Studenten in den vergangenen Wochen von privaten Spendern eingesammelt. Mirjam Karcher, Vorstand der Studierendengesellschaft, sagte: ''Wir sind sehr erleichtert und hoffen, dass wir jetzt in die Zunkunft blicken können.'' Über die neuen Entwicklungen freuen sich nach Wochen der Ungewissheit die Studierenden und Mirjam hofft, dass die finanziellen Fragen jetzt in den Hintergrund treten und sich die Uni inhaltlich weiterentwickeln kann.
Die Geschichte der Hochschule ist von finanziellen Nöten geprägt. 1995 waren daher Bund und Land in die Finanzierung eingstiegen.
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