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10.500 Kandidaten bei Medizin-Aufnahmetests

Insgesamt waren 10.434 Personen für die Medizin-Aufnahmetests angemeldet, im Vorjahr waren es 8.612. Insgesamt werden 1.500 Studienplätze vergeben. In Wien und Innsbruck musste außerdem wegen des großen Andrangs eine zweite Veranstaltungshalle angemietet werden.

In Wien durften 6.017 Personen antreten (2009: 4.849): 3.955 Angemeldete, davon zwei Drittel aus Österreich, 1.918 aus EU-Staaten und 144 aus Nicht-EU-Ländern. Der Frauenanteil betrug 57 Prozent (3.428 Frauen). In Wien standen 740 Studienplätze zur Verfügung.

In Innsbruck konnten 2.681 Personen (1.476 Frauen und 1.205 Männer; 2009: insgesamt 2.389) einen der 400 Plätze ergattern. Dabei liegt der Anteil der EU-Bürger (vor allem aus Deutschland) - umgekehrt zu Wien - bei rund zwei Drittel (1.764), 889 Angemeldete kamen aus Österreich, 28 aus Nicht-EU-Staaten.

Graz
In Graz waren 1.736 Studieninteressierte für 360 Plätze angemeldet (2009: 1.374): Davon stammten 1.266 aus Österreich, 436 aus EU-Ländern und 34 aus Nicht-EU-Staaten. Der Frauenanteil lag hier bei 55 Prozent (956 Frauen).

Der Wiener Aufnahmetest ging nicht nur im Austria Center Vienne, sondern zusätzlich auch in der Messe Wien über die Bühne. In Innsbruck wurde aus Platzgründen neben der Messe auch die Olympia World angemietet. Graz kam mit der Stadthalle aus.

Die drei Medizin-Unis wickelten ihren Aufnahmetest zwar am selben Tag ab, setzen aber auf zwei unterschiedliche Verfahren: Die Medizin-Unis Wien und Innsbruck verwendeten den ''Eignungstest für das Medizinstudium'' (EMS), der Studien-Fähigkeiten wie medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis, räumliches Vorstellungsvermögen, Umgang mit Zahlen etc. abfragt. Die Medizin-Uni Graz setzte dagegen auf einen Wissenstest in den Grundlagenfächern Biologie, Chemie, Physik und Mathematik sowie auf Textverständnis.

Neu war das erstmalige Erfassen sozialer Kompetenzen der Studienbewerber. Auch hier unterschieden sich die Unis: Wien und Innsbruck setzen dabei auf ein freiwilliges und anonymes Self Assessment vor dem EMS, bei dem sich die Studieninteressierten selbst einschätzen konnten und Rückmeldungen erhielten. Konsequenzen für die Aufnahme waren damit nicht verbunden. Anders war es in Graz: Dort gab es im Rahmen des Aufnahmetests auch einen ''Situational-Judgement-Test'' mit kurzen Beschreibungen ärtzlich-relevanter Situationen, zu denen im Multiple-Choice-Format verschiedene Handlungsmöglichkeiten angeboten wurden. Dieser wurde zu zehn Prozent zum Gesamtergebnis beigetragen.

Künftige Studienbewerber können sich übrigens Hoffnungen auf mehr Plätze machen: Die Medizin-Unis rechnen im Auftrag des Ministeriums durch, was zusätzliche Studienplätze kosten würden.



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