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SPD-Fraktion fordert zusätzliche Medizinstudienplätze
Um für den Ansturm auf die Universitäten gerüstet zu sein, hätten Bund und Länder im Hochschulpakt 2020 zwar vereinbart, 275.000 zusätzliche Studienplätze zu schaffen, davon 33.848 an Niedersachsens Hochschulen. Die Studienfächer Human- und Zahnmedizin wurden von dieser Regelung ausgenommen.
Mit der Schulzeitverkürzung Niedersachsens machen Schüler nach 12 und 13 Schuljahren 2011 gleichzeitig Abitur. Dadurch erlangen insgesamt rund 25.000 Schüler, nach Schätzung der SPD, die Hochschulreife.
Die Sozialdemokraten forderten die Landesregierung auf, die Zahl der Medizinstudienplätze zum Wintersemester zu erhöhen und sich an einem Sonderprogramm der Kultusministerkonferenz zu beteiligen. Mit dem Sonderprogramm sollen die Länder von 2011 bis 2016 in der Humanmedizin zehn Prozent zusätzliche Studienplätze schaffen. An dem Progamm, das vom Bund und den beteiligten Ländern zur Hälfte finanziert werden soll, können die Länder freiwillig teilnehmen.
Zusätzliche Studienplätze sind nach Ansichten Andrettas nicht nur eine Frage der Chancengleichheit. Es gehe auch um die zukünftige Versorgung mit Ärzten. Die SPD kritisiert, das Niedersachsen im Ländervergleich jetzt schon zu wenig Ärzte ausbildet und von der Ausbildung der anderen Bundesländer profitiere.
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