Losverfahren der Hochschulen

In der sog. Koordinierungsphase bei Hochschulstart, werden sämtliche Bewerbungen miteinander abgeglichen und Studienangebote den Bewerbern zugeordnet. Diese Phase dauert rund 5 Wochen. Im Verlauf können Bewerber Studienangebote von Unis auf ihrer Präferenzliste erhalten. Tiefer stehende Bewerbungen entfallen aber, sobald eine weiter oben auf der Liste stehende Uni ein Zulassungsangebot unterbreitet. Siehe dazu die Koordinierungsregeln bei Hochschulstart hier: https://www.hochschulstart.de/bewerben-beobachten/koordinierung 

Die Studienplätze in den einzelnen Quoten Abiturbeste, Zusätzliche Eignungsquote sowie Auswahlverfahren der Hochschulen werden im Laufe dieser Koordinierungsphase vergeben.

Am Ende dieser Koordinierungsphase bleibt für Bewerber letztlich immer nur ein einziges Studienangebot! (am weitesten oben auf der eigenen Präferenzliste bei derjenigen Uni, bei der man die Auswahlgrenze in einer der drei Quoten noch knapp geknackt hat).

Daher dürften am Ende dieser Phase kaum Studienplätze nicht angenommen werden. Eventuell durch solche Bewerber, die sich noch in einer Ausbildung oder einem Dienst befinden und diese zunächst abschließen möchten oder die z.B. durch Krankheit oder andere Umstände an einer Studienaufnahme gehindert sind.

Sollten trotzdem einzelne Studienplätze nicht angenommen werden, erfolgt nach der Koordinierungsphase die Vergabe von Reststudienplätzen im Rahmen des sog. Koordinierten Nachrückens, welches noch einmal rund 5 Wochen dauert. Hierbei werden allerdings die noch freien Studienplätze nicht verlost, sondern die Bewerberlisten entsprechend den Auswahlgrenzen in den einzelnen Quoten weiter abgearbeitet. Personen, die also im Laufe der Koordinierungsphase leider nur ganz knapp keinen Platz erhalten haben, können hier noch geringe Hoffnungen hegen. Für dieses koordinierte Nachrücken muss man sich ebenfalls über Hochschulstart anmelden. Hochschulstart informiert alle Bewerber, die am Ende der Koordinierungsphase noch keinen Studienplatz besitzen über diese Möglichkeit per Mail.

Am Ende dieser beiden Vergabeverfahren ist also die Wahrscheinlichkeit, dass noch Restplätze übrigbleiben, sehr gering. Trotzdem können die Hochschulen solche wenigen Plätze dann selbst im Rahmen eines sog. Losverfahrens vergeben. Eine Teilnahme an solchen hochschuleigenen Losverfahren erfordert in der Regel eine gesonderte Anmeldung direkt über die Website der Hochschule – mit eigenen Fristen und Voraussetzungen. Informiert euch also am Besten direkt auf den Websites der Medizin-Unis. Nicht wenige Unis haben aber veröffentlicht, dass es in den letzten Jahren kaum bis gar keine Studienplätze im Losverfahren mehr zu vergeben gab.