Studientests Humanmedizin

Viele Universitäten bieten Online-Self-Assessments an, mit denen Studieninteressierte prüfen können, ob ihre Erwartungen, Interessen und Voraussetzungen zum Medizinstudium passen. Die Teilnahme ist freiwillig und dient der Studienorientierung. Diese Tests sind online verfügbar, die Ergebnisse bekommst du direkt online. Die Tests stehen allen offen, nicht nur den Bewerbern dieser Hochschulen. Es lohnt sich auf jeden Fall, diese Tests zu machen, um den Studienwunsch abzusichern:

Humanmedizin - Online-Self-Assessment der Uni Bonn

Zum OSA-Human- und Zahnmedizin kommt ihr dort in der rechten Randleiste. Um Frust zu vermeiden: Der Test richtet sich an Jugendliche, die unmittelbar vor der Studienentscheidung stehen, also bereits (nahezu) den Kenntnisstand des Abiturs haben. Aktuell werden die Tests allerdings überarbeitet, es bleibt abzuwarten, wann sie wieder verfügbar sind! Unter den folgenden Links findet ihr weitere Online-Assessments:

Self-Assessment der Uni Bern (Schweiz)

Eine Liste von Aufgaben aus den Bereichen Biologie, Chemie, Physik und weiteren Themenbereichen soll angehenden Studierenden helfen, eine Standortbestimmung bezüglich ihres Wissensstandes hinsichtlich eines Medizinstudiums vorzunehmen. Zum Self-Assessment der Uni Bern

Selbsteinschätzungstest Medizin (Sozialkompetenz) Uni Heidelberg

20 Filmclips über herausfordernde soziale Interaktionen im Human- und Zahnmedizinstudium in Heidelberg.
Bearbeitungsdauer: 60 Minuten (anonyme Auswertung)
Zum Selbsteinschätzungtest der Uni Heidelberg

Aufnahme- und Zulassungstests

Daneben werden Tests angeboten, die nicht eurer Selbsteinschätzung dienen, sondern mit denen ihr bei der Bewerbung eure Eignung für das Medizinstudium nachweisen könnt oder müsst. Deren Aufgabe besteht darin zu prüfen, ob eine Eignung für ein Studium vorliegt oder nicht. Diese Tests kann man nicht einfach mal so machen - man muss sich anmelden und systematisch vorbereiten. Der wichtigste und maßgebliche Test für deutsche staatliche Unis ist der TMSnat. Dieser wird ab 2027 zweimal jährlich neu angeboten und ersetzt die bisherigen Testformate TMS und Ham-Nat (bis 2026 gebräuchlich). Sein Ergebnis wird von allen Unis bei der Studienplatzvergabe eingerechnet. Zudem gibt es Universitäten, die eigene Auswahlassessments/Tests durchführen, z.B. Dresden/Chemnitz, Greifswald, Regensburg/MC Niederbayern. Hier muss man sich gesondert direkt bei der Uni für eine Teilnahme bewerben, wer eingeladen wird, bestimmen die Unis in der Regel an Hand eines Abiturnotendurchschnittes (z.B. Regensburg MC Niederbayern) oder eines eingereichten TMS-Ergebnisses (z.B. Dresden(Chemnitz) oder gar in einer Kombinationsrechnung (z.B. Greifswald). Ein entsprechendes Ergebnis erhöht die Chancen für eine Zulassung an der betreffenden Uni.

TMSnat - Test für medizinische Studiengänge (mit naturwissenschaftlichen Aufgabenstellungen)

Hier handelt es sich nicht im eigentlichen Sinn um einen Studienwahltest, sondern vielmehr um einen Test, der mittlerweile zur Eignungsüberprüfung von Bewerberinnen und Bewerbern an allen Hochschulen eingeführt wurde und die Zulassungschancen bei einer Studienplatzbewerbung in Deutschland sehr deutlich erhöhen kann:

Informationen zum Test für medizinische Studiengänge (TMSnat)


Der rund fünfstündige Test findet zweimal jährlich statt, im Mai und im Novemeber. Es gibt enge Bewerbungsfristen (siehe obigen Link) und die Teilnahme am Test ist ab 2027 beliebig oft möglich! Es gilt immer das beste erreichte Testergebnis, man kann sich also durch häufigere Teilnahme nur verbessern. Ältere Testergebnisse aus dem TMS (bis 2026 und ohne naturwissenschaftliche Fragestellungen) gelten noch für eine gewisse Übergangszeit.

Das Testergebnis wird in Relation zu allen übrigen Testteilnehmern ermittelt und in Form eines Testwertes (70 bis 130) sowie eines Prozentranges dargestellt und von den Unis mit eingerechnet bei der Zulassungsentscheidung. Der Prozentrang gibt dabei an, wie viele Testteilnehmer gleich gut oder schlechter abgeschnitten haben als man selbst. Beispiel: Ein erreichter Testwert von 108 entspricht einem Prozentrang von ca. 78. Das heißt, dass 22% der Teilnehmer besser waren, 78% gleich gut oder schlechter. Der Mittelwert = Testwert 100 mit Prozentrang 50 bedeutet, dass man genau im Mittelfeld der Testteilnehmer liegt, also ein durchschnittliches Ergebnis erreicht hat. Testwerte unter 100, Prozentrang unter 50, bedeuten ein unterdurchschnittliches Ergebnis.

Das Testergebnis wird in Relation zu allen übrigen Testteilnehmern ermittelt und in Form eines Testwertes (70 bis 130) sowie eines Prozentranges dargestellt und von den Unis mit eingerechnet bei der Zulassungsentscheidung. Der Prozentrang gibt dabei an, wie viele Testteilnehmer gleich gut oder schlechter abgeschnitten haben als man selbst. Beispiel: Ein erreichter Testwert von 108 entspricht einem Prozentrang von ca. 78. Das heißt, dass 22% der Teilnehmer besser waren, 78% gleich gut oder schlechter. Der Mittelwert = Testwert 100 mit Prozentrang 50 bedeutet, dass man genau im Mittelfeld der Testteilnehmer liegt, also ein durchschnittliches Ergebnis erreicht hat. Testwerte unter 100, Prozentrang unter 50, bedeuten ein unterdurchschnittliches Ergebnis.

HAM-NAT

Der Ham-Nat ist ein naturwissenschaftlicher Wissenstest gewesen, dieser wurde für Humanmedizin an den Unis Hamburg und Magdeburg bis 2026 zweimal jährlich durchgeführt und als ein Auswahlkriterium für die Studienplatzvergabe genutzt. Ab 2027 fließen seine Aufgabentypen in den TMSnat ein.

Unser Tipp

Neben Online-Tests gibt es noch zwei weitere interessante Möglichkeiten, um den Studienwunsch zu überprüfen.

Die Medizinische Fakultät der Uni Münster bietet zweimal jährlich die so genannte ''Schüler-O-Woche'' für Studieninteressierte an. Die Teilnahme ist kostenlos. Hier geht es zur Informationen über die Schüler-O-Woche an der Uni Münster

Eine weitere Möglichkeit bietet das Freiwillige Wissenschaftliche Jahr (FWJ). Mehr Infos dazu: FWJ. Zudem kann man z. B. im krankenpflegerischen Bereich eines Krankenhauses ein FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) absolvieren, welches einigen Unis eine Erhöhung der Zulassungschancen bietet.

Letztlich lässt sich aber ein Studienwunsch am Besten klären, indem man ein z.B. ein-, zwei-, oder gar dreimonatiges Krankenpflegepraktikum in einer Klinik absolviert. Das bietet Eindrücke, die den späteren Berufsalltag in der Medizin deutlich aufzeigen.